Tod eines Regisseurs | Copyright Wirestock auf Freepik | Cantus Verlag
Theater / Drama

Tod eines Regisseurs

#metoo - Krimi

Autor: Günter Spörrle
Besetzung: Damen 2 / Herren 1
Dauer: 90–110 Min.

Cantus Empfehlung: #metoo - Ein Theaterkrimi der auf das Maß sexueller Belästigung und sexueller Übergriffe bei Film und Fernseh aufmerksam macht.

Kurzbeschreibung

Frank Fürst – genialer Starregisseur mit Charme und miesem Charakter, wird von seiner skandalösen Vergangenheit in Person einer schönen jungen Frau eingeholt und zu Fall gebracht!

Ein Stück von psychologischer Spannung zwischenmenschlicher Beziehungen.

Besetzung/Rollen/Charakter

  • FRANK FÜRST – Starregisseur – (65) mit Charme und miesem Charakter, wird von seiner skandalösen Vergangenheit eingeholt.
  • DORIS WAGNER – (33) sagt, sie sei Redakteurin bei THEATER-AKTUELL und führt einen genialen Racheplan gegen FÜRST erfolgreich durch.
  • HELGA JAROSCH – Sekretärin – (27) spielt die Rolle ihres Lebens.
  • RADIOSTIMME – sagt lapidar nicht nur den Wetterbericht an.

Bühnenbild/Inszenierung

Ein großes Arbeitszimmer, voller Bücher, Akten, Bilder und Urkunden an den Wänden. Am Fenster ein Fischaquarium.

Dauer: 90 Minuten

Ausführliche Synopsis

Frank Fürst – ein berühmter und gefeierter Theaterregisseur sitzt in seiner Villa vor einem Stapel Theater-Stücke, die ihm die Intendanten und Autoren anbieten, in der Hoffnung auf eine Uraufführung an einem deutschsprachigen Theater. Fürst liest seit Wochen und sucht ein zeitgenössisches gutes Stück, um es auf eine große Bühne zu bringen. Aber er ist bisher nicht fündig geworden. „Intellektueller Dünnschiss“, wie er seiner Sekretärin frustriert mitteilt. „Keiner kann mehr schreiben!“

Da erscheint eine Frau Kleist von „Theater-Aktuell“, die behauptet einen Termin für ein Interview mit Fürst zu haben. Aber weder er noch seine Sekretärinnen wissen etwas davon. Fürst hat weder Zeit noch Lust auf eine Homestory. Frau Kleist sagt: „Nein nein es geht um ein Theaterstück – ein ganz neues. Der Verlag ist begeistert und will es in der nächsten Ausgabe abdrucken. Ein hoch begabter junger Autor!“ Ob der große Regisseur es denn gelesen habe Der Titel „Tod eines Regisseurs“ musste ihn doch interessieren?‘! Fürst behauptet ein Stück dieses Titels nicht erhalten zu haben. Der jungen Frau. gelingt es dieses Stück in den Stapel auf seinem Schreibtisch zu schmuggeln und mit ihrem Charme und Ihrer Erotik den eitlen alten Regisseur zu bewegen, mit Ihr eine Leseprobe zu beginnen für ein Exklusiv Interview in der Fachzeitschrift.

Nachdem die Sekretärin Frau Jarosch Tee und Gebäck serviert hat – Beginnt nach einem kleinen psychologischen Gefecht zwischen den beiden Frauen und dem Regisseur die Leseprobe, die sich sehr schnell zu einem Psychodrama entwickelt, zu einem harten Zweikampf, in den der Regisseur immer mehr hineingezogen wird und bald merkt, dass er der umstrittene „Regisseur“ im Stück ist und die Handlung nicht fiktiv, sondern sein Leben war vor zehn Jahren. Obwohl er verzweifelt versucht, sich davon zu befreien, zieht sich das Netz immer enger um ihn zusammen. Sein mieser Charakter, sein schuldhaftes unmenschliches Verhalten, seine gnadenlose Rücksichtslosigkeit anderen Menschen gegenüber offenbart sich bei dieser Leseprobe, die längst keine Probe mehr ist, sondern bittere Realität. Nun lässt die junge Frau ihre Tarnung fallen. Sie ist nicht nur Journalistin und Autorin des Stückes, sondern auch die Hauptdarstellerin. Der große Regisseur und Menschenfreund ist gnadenlos enttarnt. Alle Versuche, sich zu verteidigen scheitern. Alle Drohungen schaden ihm noch mehr. Er ist In Wirklichkeit der „Menschenfeind“ schlechthin!

Frau Kleist nimmt die Perücke ab und gibt sich als sein Opfer vor zehn Jahren zu erkennen. Frank Fürst hatte damals ihr Leben ruiniert und sie in eine große Krise gestürzt.

Da platzt die Sekretärin mit der Nachricht ins Zimmer, dass die neue Ausgabe von „Theater Aktuell“ dieses heiße Stück schon abgedruckt hat. Mit einem brisanten Interview mit Frau Kleist über einige delikate Dinge aus dem Leben des großen Herrn Fürst! Als Fürst in seiner Verzweiflung das Radio anstellt, um zu hören, ob der Skandal schon gesendet wird, hört er seine eigene Todesmeldung. Der Sprecher meldet lapidar: „Wie wir so eben erfahren, ist der bekannte Theaterregisseur Frank Fürst heute in seinem Haus in München einem Herzinfarkt erlegen. Fürst wurde 72 Jahre alt. Er gilt als einer der bedeutendsten Theatermacher der letzten Jahrzehnte“ usw.

Es folgt eine kurze Würdigung seines Lebens und seine große Bedeutung für das deutschsprachige Theater. Das ist zu viel für ihn, unter den erstarrten Blicken der beiden Frauen geht er langsam zum Schreibtisch, um seinen Rechtsanwalt anzurufen. Die Hand greift zum Telefon, wählt eine Nummer. Dann sackt er in sich zusammen. Herztod. Aus dem Telefon hört man eine Stimme: „Hallo, Hallo …“

 

Kennen Sie schon diese Theaterstücke?

Das Duell | Cantus Theaterverlag

Das Duell


Das Ende | Duane Kelly | © Juliann Itter (Workfile 1829) | Cantus Theaterverlag

Das Ende


Bertha von Suttner | Cantus Theaterverlag

Bertha von Suttner


DAS VERLORENE KOENIGREICH | ©S. Hermann - F. Richter/Pixabay | Cantus Theaterverlag

DAS VERLORENE KÖNIGREICH