Das Märchen „Hans im Glück“ handelt von dem junge Mann Hans, der in vergangenen Zeiten 7 Jahre lang bei einem Herrn gearbeitet hat, wofür er als Lohn einen großen Goldklumpen bekommt. Nachdem er ihn erhalten hat, macht er sich zu Fuß auf den Heimweg zur Mutter. Auf seiner Wanderung begegnet er nun verschiedenen Menschen, wobei die Umstände es mit sich bringen, dass er sich genötigt sieht, zuerst seinen Goldklumpen gegen ein Pferd zu tauschen. Danach sein Pferd gegen eine Kuh, danach seine Kuh gegen ein Schweinchen, danach sein Scheinchen gegen eine Gans usw. Woraus schon hervorgeht, dass seine materiellen Güter bzw. sein Besitz, laufend an Wert verliert. Trotzdem ist er nach dem Tausch immer zufrieden und glücklich mit der sich stets veränderten Situation.
Und er tauscht so lange weiter, bis er am Schluss gar nichts mehr besitzt, weil ihm sein letztes Gut, sein Wetzstein, den er gegen seine Gans eingetauscht hat, beim Trinken in den Brunnen fällt. Somit ist alles weg. Dafür gewinnt er aber zwischendurch die Liebe von Rosemarie, wobei die Liebe ja bekanntlich ein göttliches Gut ist und ewig dauert. Und somit hat Hans tatsächlich das wirkliche Glück gefunden.
Das Märchen „Hans im Glück“ handelt von der Suche nach dem Glück.
Was bedeutet Glück in unserer materialistischen Zeit für die Meisten von uns? Geld, Geld, Geld, möglichst viel Geld, mit dem das ersehnte Glück sich dann schon irgendwie einrichten lassen wird.
Nun hat sich Hans aber viel Geld erarbeitet, denn sein kopfgroßer Geldklumpen ist ja ein Vermögen wert. Aber er bereitet ihm nur Unbehagen, denn er muss das schwere Gold ja nach Hause schleppen. Aber nachdem er ihn gegen das Pferd des Reiters eingetauscht hat, hat er zwar an Wert verloren, aber beide Personen sind dann glücklich. Und so geht es immer weiter, bis er am Schluss gar keinen materiellen Besitz mehr hat. (Mit der Mutter, zu der er heimgeht, kann ja auch die Mutter Erde gemeint sein).
Zwischendurch lernt Hans aber auch die ideellen Werte kennen, die wahren Werte, die ewig Gültigkeit haben und mit unseren Seelen auch verbunden bleiben: Die Liebe zu Rosemarie und die Liebe zur Kunst. Dazu gibt es noch die abwechslungsreiche Handlung, die vielen Überraschungen und die oft witzigen Dialoge, die eine Herzensbereitschaft erzeugen, die die besten Voraussetzungen sind, die Botschaft des Stücks aufzunehmen und auch nicht zu vergessen.
Mehr von „Hans im Glück“ finden Sie in den Theatertexten des CANTUS Theaterverlags.