„Der Geist des Wieners ist schwerfällig und plump. Schuld daran sind die vielen Zwetschgen- und Marillenknödel, die der Wiener fast tagtäglich in sich hineinmampft.“ Derartig merkwürdige Ansichten vertrat der berühmte Architekt zuhauf. Es ist also nicht verwunderlich, dass es in Korherrs Schauspiel ziemlich schräg zugeht. Wortwitz und Situationskomik, aber auch kritische und entlarvende Aussagen bestimmen das skurrile Lustspiel. So wird selbstverständlich nicht verschwiegen, dass Loos wegen Kindesmissbrauchs angeklagt war.
Abgesehen von seinen Verdiensten um die Architektur war Loos ein mehr als merkwürdiger Mann. So war er z.B. der Meinung, dass „das Urknödel“ aus Albanien stammt, dass die Kaisersemmel dem Wiener deshalb so gut schmeckt, weil der rohe Teig sieben bis acht Mal mit der schweißnassen Hand berührt werden muss. Seiner Gattin Elsie empfahl Loos dringend, sich einer Operation zu unterziehen, welche ihre Beine verlängern sollte, um ihre Karriere als Tänzerin zu beschleunigen.
Wortwitz und Situationskomik, aber auch kritische und entlarvende Aussagen, etwa zu Loos’ Kindesmissbrauch, bestimmen das skurrile Theaterstück von Helmut Korherr.
Das skurrile Lustspiel ADOLF LOOS finden Sie in den Theatertexten des CANTUS Verlags.